So gut wie alle Früchte haben einen hohen Anteil an Vitamin C und sind somit vorbeugend gegen Erkältungen. Quitten sind eigentlich relativ unbekannt in der heutigen Zeit. Früher stand in fast jedem Garten ein Quittenbaum. Die Hausfrauen machten aus den Früchten leckere Marmeladen für den Winter. Der Name Marmelade stammt aus der portugiesischen Sprache. Mermelo heißt Quitte.

Der Garten als Vitaminspender

Schon vor über 4.000 Jahren wurden Quitten im Kaukasus angebaut. Über den Iran, Afghanistan und die Türkei haben sie im 9. Jahrhundert den Weg nach Mitteleuropa gefunden.

Obwohl sich besonders im Raum Baden-Württemberg und auch im Rheinland Quitten in einer Topqualität ernten lassen, ist die Quitte in Mitteleuropa leider kaum noch zu finden.

Der gewerbsmäßige Anbau hat sich nach Asien verlagert, aber auch in den westeuropäischen Ländern ist die Quitte noch stark verbreitet.

Quittenbäume werden bis zu acht Meter hoch und sind wegen ihrem starken Blattwuchs auch als Schattenspender beliebt. Die Blütezeit ist von Mai bis Juni und zur Bestäubung wird kein weitere Baum benötigt.

Ausgereifte Quitten strahlen ein sattes gelb aus. Im Rohzustand sind sie ungenießbar und schmecken extrem bitter. Mit ihren natürlichen Vitaminen und Inhaltsstoffen gehört die Quitte mit zu dem Gesündesten, was die Natur zu bieten hat:

  • Vitamin C
  • Kalium
  • Zink
  • Natrium
  • Kupfer
  • Eisen
  • Fluor
  • Mangan
  • Katechetin
  • Pektin
  • Gerbsäure
  • Tannine

 

Die Quitte als Lebensmittel

Der hohe Arbeitsaufwand ist ein Hauptgrund wieso Quitten nicht mehr oft anzutreffen sind. Sie müssen zuerst von den äußerlichen Bitterstoffen gereinigt werden. Je nachdem zu was die Quitte weiterverarbeitet werden soll, muss sie geschält und gekocht werden. Die Produkte sind alle absolut lecker, ob nun Marmelade, Saft, Mus, Kompott oder auch Gelee. Spirituosen wie Likör, Wein und Schnaps und sogar Perlwein lässt sich aus Quitten herstellen.

Die Quitte in der Naturheilkunde

Die Samen der reifen Quitte werden schon seit Urzeiten als „Allheilmittel“ verwendet. Sie sollen den Hustenreiz mildern, aber auch als natürliches Abführmittel sollen sie wahre Wunder vollbringen. Es werden auch Cremes hergestellt, mit der wunde Brustwarzen, Hämorrhoiden und auch rissige Haut behandelt werden können. Auch die moderne Pharmazie verwendet Quitte als Grundlage für Salben in der Kosmetik.

Auch in der Mythologie wird die Quitte erwähnt 

Die Quitten sind auch hier mit tollen Eigenschaften umgarnt. Die Quitte soll für die Schönheit zuständig sein und für Glück in der Liebe, Fruchtbarkeit, Dauerhaftigkeit und Klugheit.

Zusammenfassung

Fakt ist: Quitten beinhalten sehr viele Vitamine, die vorbeugend gegen Krankheiten wie Erkältungen sind. Ein tägliches Gläschen Quittensaft kann besonders in der Zeit, in der Grippen häufig auftreten, sicherlich nicht verkehrt sein. Quittensaft lässt sich relativ einfach selber herstellen. Das einzige Problem könnte die Beschaffung der reifen Quitten sein. Die einzelnen Früchte, etwa ein Kilo, sind zu vierteln und nicht zu schälen, denn in der Schale befinden sich die gesunden Bitterstoffe. Die Früchte müssen nun entkernt und in dünne Scheiben geschnitten werden. Die Scheiben sollen nun in einem Behälter oder großen Glas geschichtet werden, wobei jede Schicht mit einem Teelöffel Zucker zu bestreuen ist. Nun muss diese Mixtur etwa fünf Tage an einer warmen, aber nicht heißen Stelle gelagert und täglich einmal umgerührt werden. Der ausgelaufene Saft ist Natur pur und gesund wie kaum sonst etwas. Ein kleines Glas hilft Krankheiten, wie die Grippe, zu vermeiden.