Sport und körperliche Ertüchtigung kann kaum verkehrt sein.

Was mit Kufen auf dem Eis geht, ist sicherlich mit Rädern auch machbar. Dies muss die Überlegung gewesen sein, die sich schon 1760 der Belgier J. J. Merlin gemacht hat. Er gilt als Erfinder des Inlineskatens. Es wurde auch mit Holzrädern und Bremsen experimentiert.
Der Durchbruch ließ aber lange auf sich warten. Der US Amerikaner James Leonard Plimpton machte dann im Jahre 1863 den Rollschuh populär.

Um auch im Sommer nicht auf seine Passion verzichten zu müssen, entwickelte ein Eishockey Spieler 1979 den ersten Inlineskate.
Damit hat Scott Olson quasi eine neue Sportart erschaffen. Er gründete die Firma Rollerblade, deren Produkte dann die herkömmlichen Rollschuhe ablösten. Welchen Boom er damit auslösen würde, war ihm damals wohl noch nicht ganz klar.
Alleine im Jahre 1995 wurden in Deutschland rund 3,5 Millionen Paare Skates abgesetzt. Seit dem Jahre 2000 sind die Verkaufszahlen rückläufig.

Es haben sich einige offizielle Sportarten herausgebildet, die in der Öffentlichkeit auf mehr oder weniger großes Interesse stoßen:

  • Inlinekunstlauf
  • Inline-Skaterhockey
  • Inlinehockey
  • Inline-Speedskating

Ausgerüstet mit den richtigen Schutzutensilien wie Knie-und Ellenbogenschonern ist die Verletzungsgefahr für Otto-Normal-Skater eher klein. Anfänger werden sicherlich ab und zu eine etwas unsanfte „Landung“ hinlegen, die jedoch in aller Regel glimpflich verlaufen.
Zu Stürzen kommt es auch bei alten „Hasen“, durch unvorhersehbare Gegebenheiten, wie Risse im Belag oder auch Sand, Kies und Steinen. Auch hier gilt es, vorausschauend zu fahren.

Inlineskaten ist gesund

Wie beim Eislaufen wird der ganze Bewegungsablauf durch den Vorwärtsdrang diktiert. Der ganze Körper und nicht nur die Beine sind in Bewegung. Wer intensiver skatet, kann pro Stunde bis zu 750 Kalorien verbrennen. Das wirkt sich natürlich schnell mal auf überflüssige Pfunde aus. Wer regelmäßig seine Skates ausgiebig bewegt, wird erstaunliche Resultate erzielen. Vor allem Bauch, Oberschenkel und auch der Po können gestrafft werden.

Durch die körperliche Verausgabung beim Skaten kommt es zu einer erhöhten Sauerstoffumwälzung,was das allgemeine Wohlbefinden verbessert. Ausdauer und Kondition werden entscheidend gesteigert. Das Herz-Kreislauf-System wird gestärkt.

Skaten hilft den aufgestauten Stress abzubauen. Der Skater muss sich jeden Augenblick auf seine Tätigkeit konzentrieren, es bleibt keine Zeit an die alltäglichen Sorgen zu denken. So wirkt Skaten auch mental entspannend.

Zum Skaten stehen entsprechende Lokalitäten zur Verfügung. Darauf muss man sich jedoch nicht beschränken. Genauso gut kann man sich auf öffentlichen Plätzen und Wegen seinem Hobby widmen. Vorsicht und Rücksicht sind jedoch ein MUSS, um Unfälle mit anderen Verkehrsteilnehmern und Fußgängern zu verhindern.

Zusammenfassung

Skaten gehört auf jeden Fall zu den Sportarten, die wenig kosten und für jedermann ohne großen Aufwand machbar sind. Körper und Geist profitieren gleichermaßen. Besonders etwas übergewichtige Menschen können mit Skaten eine Diät sehr gut unterstützen. Die beste Diätvorgabe hilft wenig, wenn man glaubt es brauche keine körperliche Ertüchtigung. Wer skaten kann, der kann auch Eislaufen. In den kälteren Wintermonaten ist es einfach auf die Schlittschuhe umzusteigen, um keine Trainigseinbussen hinnehmen zu müssen.