Zurück zur Natur heißt die Devise. Naturheilmittel und Kräuter erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.

So auch das Zinnkraut, regional auch Scheuerkraut, Pferdeschwanz, Katzenwedel oder auch Schaftheu genannt. Der wissenschaftlich richtige Name lautet Acker-Schachtelhalm (Equisetum arvense).

Dieses Kraut ist fast überall auf der nördlichen Halbkugel verbreitet. Zu finden ist Zinnkraut vorwiegend auf Äckern und Wiesenrändern, die feucht und lehmig sind, aber auch an Böschungen und in Gräben.

Wer selber Zinnkraut sammeln möchte, sollte jedoch Vorsicht walten lassen. Der Sumpf-Schachtelhalm sieht dem Zinnkraut zum Verwechseln ähnlich und ist durch seinen Gehalt an Alkaloid giftig.

Das Zinnkraut ist als Heilmittel seit Urzeiten bekannt. Ähnlich wie die Brennnessel, beinhaltet auch dieses Kraut viele Wirkstoffe, die gesundheitsfördernd sind.

Zinnkraut ist relativ unbekannt

In unserer schnelllebigen hochtechnisierten Welt ist die wahre Bedeutung von Zinnkraut etwas in Vergessenheit geraten. Alte Leute wissen jedoch noch ganz genau wie früher Harnblasenentzündungen damit erfolgreich behandelt wurden. Heute wird das Zinnkraut wieder vermehrt verwendet. Auch Arzneimittelhersteller haben Zinnkraut neu entdeckt und verwenden es für ihre Produkte. So ist es kein Zufall, dass Zinnkraut nun auch in verschiedenen Nahrungsmitteln verwendet wird. Neben der heilenden Wirkung von Zinnkraut soll es auch vorbeugend gegen diverse Krankheiten und Beschwerden sehr erfolgreich sein.

Zinnkraut, eine Wunderpflanze?

Obwohl Zinnkraut für den „Nichtkenner“ schnell mal mit ganz gewöhnlichem Unkraut verwechselt werden kann, werden dieser Pflanze sehr viele positive Eigenschaften nachgesagt.

Wer sich täglich eine Tasse Zinnkraut-Tee genehmigt, wird dafür mit einem vollen starken Haar und starken Fingernägeln belohnt, was die Damenwelt besonders freuen dürfte. Silizium, das sich im Zinnkraut befindet, soll dafür ausschlaggebend sein.

Das Zinnkraut wird schon seit Menschengedenken bei Blasenbeschwerden verabreicht. Nierensteine und auch Harnblasenentzündungen sollen positiv auf Zinnkraut ansprechen, weil es Krämpfe löst. Zinnkraut ist durch die enthaltenen Flavonoide harntreibend. Dies wiederum erhöht die Menge des Urins. Mit dem Urin werden gleichzeitig Bakterien abgeführt. Durch ein häufigeres Urinieren, schwitzt der Körper weniger. Toxine, die mit dem Schweiß den Körper verlassen, sind nicht ganz ungefährlich. Somit werden weniger Toxine über die Haut ausgeschieden.

Man könnte meinen Zinnkraut wäre eigens für die Frauen. Viele Ärzte verordnen Frauen mit Menstruationsbeschwerden Zinnkraut-Tee. Zinnkraut löst Krämpfe und hilft dabei Blutgefäße abzudichten.

Auch bei banalen Beschwerden, wie etwa Verdauungsproblemen, soll Zinnkraut sehr hilfreich sein. Gelobt wird auch die heilende Wirkung bei Wunden, vor allem bei Verbrennungen.  Damit aber noch nicht genug: so sollen auch Halsschmerzen und Wunden im Mund- und Rachenraum, sowie Zahnfleischprobleme durch Spülungen mit einem Aufguss von Zinnkraut erfolgreich behandelt werden können.

Durch einen besseren Stoffwechsel ist auch das allgemeine Wohlbefinden beeinflusst. Alterserscheinungen sollen gehemmt werden. Alterserscheinungen der Haut und Faltenbildung soll verzögert werden.

Zusammenfassung

Zinnkraut ist somit quasi ein Alleskönner. So viele heilende und vorbeugende Eigenschaften werden kaum einem anderen Kraut nachgesagt. Vorausgesetzt es liegt keine Verwechslung mit dem Sumpf-Schachtelhalm vor, ist Zinnkraut Gesundheit in Reinkultur. Gesundheitliche Risiken sind keine zu finden. Somit spricht wirklich nichts gegen den Konsum von Tee aus Zinnkraut. Zu bekommen ist Zinnkraut-Tee in allen gut sortierten Apotheken und Reformhäusern. Wer sich diesen Weg sparen möchte, kann auch über das Internet, zum Beispiel bei Amazon, ganz bequem von zu Hause aus bestellen. Ein halbes Kilo kostet etwa 10 Euro.